Hallo Martin, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei oculavis kurz vor:

Ich habe an der RWTH Aachen Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau studiert und war danach ziemlich genau drei Jahre Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie beschäftigt. In dieser Zeit habe ich mit zwei meiner damaligen Kollegen oculavis gegründet. Von drei Gründern sind wir nun bis heute in vier Jahren organisch auf 50 Mitarbeiter gewachsen.

Fotos mit freundlicher Genehmigung der Plug & Play Germany GmbH.

Vielleicht möchtest Du uns ganz am Anfang Euer Startup kurz vorstellen ?

Die oculavis GmbH aus Aachen entwickelt die Service Plattform oculavis SHARE, die die Art und Weise neu definiert, wie Menschen mit Maschinen und Anlagen interagieren.

Welches Problem wollt Ihr mit oculavis lösen ?

In industriellen Serviceprozessen kommt es oft vor, dass Techniker um die halbe Welt reisen müssen, um eine technische Störung an einer Maschine oder Anlage zu beseitigen. Das kostet Geld, Zeit und Nerven und führt zu unerwünschten Stillstandszeiten. Das wollen wir ändern und mit innovativen Augemented Reality Technologien schnellere Reaktionszeiten im Service ermöglichen.

Wie ist die Idee zu oculavis entstanden ?

In der Zeit am Fraunhofer Institut hatten wir begonnen, mit Augmented Reality Headsets und Datenbrillen erste industrielle Anwendungen im Bereich der Werkerassistenz zu entwickeln. Erste Lizensierungen der Software erfolgten damals schon an Unternehmen wie Bosch. Den spürbaren Technology Pull aus der Industrie haben wir genutzt, um die oculavis GmbH als Spin Off aus dem Institut herauszugründen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter oculavis erklären ?

Wir verbinden Menschen und Maschinen auf der ganzen Welt, damit Probleme an Maschinen und Anlagen schneller und besser gelöst werden können.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Verändert hat sich das Konzept grundsätzlich nicht, lediglich verfeinert und um viele Ideen erweitert.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Der Kern unseres Geschäftsmodells sind wiederkehrende Umsätze durch Lizenzerlöse an unserer Softwarelösung oculavis SHARE. Optional bieten wir die Lösung auch als Whitelabel Applikation an und bieten Beratungsdienstleistungen an, um unsere Kunden auf dem Weg zu begleiten, ihre Serviceprozesse neu zu gestalten.

Wie genau hat sich oculavis seit der Gründung entwickelt ?

Wir haben eine sehr positive Entwicklung hinter uns. Wir sind von 3 Gründern auf nun etwa 50 Mitarbeiter angewachsen, haben bis dato keine Finanzierungsrunden gemacht und seit 2016 alles an Startup Preisen gewonnen, was man sich wünschen kann (Aachener Gründerpreis 2016, DWNRW Award 2017, Deutscher Gründerpreis 2018, Gewinn der EIT Digital Challenge der EU in 2019)

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Zu 100% eigenfinanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir wachsen derzeit weiter stark und weiten unsere Präsenz in Europa durch den Aufbau von Vertriebsaktivitäten in Frankreich, UK, Italien und einigen anderen Ländern aus. Die nächsten großen Schritte sind dann die Märkte in Nord- und Südamerika sowie Asien.

Vielen Dank für das Interview.

One thought on “oculavis – verbindet Menschen und Maschinen, damit Probleme an Maschinen und Anlagen schneller und besser gelöst werden können”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.