FloodWaive verbressert Hochwasservorhersagen und macht Frühwarnsysteme effektiver

Hallo Julian, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei FloodWaive kurz vor:

Hallo zusammen und vielen Dank für die Möglichkeit, über FloodWaive zu sprechen! Unser Team besteht aus Adrian, Maike und mir. Wir haben uns während unserer Zusammenarbeit am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH Aachen kennengelernt. Adrian hat dort seinen Master in Informatik mit dem Fokus auf maschinellem Lernen abgeschlossen, Maike hat ihren Master in Wirtschaftsingenieurwesen absolviert und sich dabei vor allem auf die Wasserwirtschaft konzentriert. Ich habe zum Thema intelligente Hochwasserfrühwarnsysteme promoviert und wir haben entschieden in diesem Bereich auch unser Startup zu gründen.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen und das Problem beschreiben, was ihr mit FloodWaive lösen wollt?

Unser Startup wurde aus der Notwendigkeit heraus gegründet, Hochwasservorhersagen zu verbessern und Frühwarnsysteme effektiver zu gestalten. Wir haben festgestellt, dass herkömmliche Ansätze einfach zu langsam sind, um sie effektiv in der Frühwarnung einzusetzen. Vor allem eine zu geringe Vorwarnzeit stellt bei Überflutungen durch Starkregenereignisse und bei Sturzfluten ein Problem dar, insbesondere für Einsatzkräfte und betroffene Gemeinden. Mit FloodWaive möchten wir dieses Problem angehen und unseren Beitrag zur Minimierung der Risiken von Hochwasserereignissen leisten.

Wie würdest Du Deiner Großmutter FloodWaive erklären?

Wenn ich meiner Großmutter FloodWaive erklären möchte, würde ich sagen: „Oma, FloodWaive ist ein Unternehmen, das dabei hilft, Menschen vor Überflutungen durch Starkregen zu warnen und zu schützen. Dafür benutzen wir Computer, um genau vorherzusagen, wann und wo es zu Überflutungen kommen könnte. Das hilft den Menschen, sich besser vorzubereiten und Schäden zu minimieren.“

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell?

Wir stellen KI-gestützte Hochwasserprognose- und Risikoanalysesysteme bereit.

Mit unserem Ansatz ermöglichen wir einerseits präzise und auswirkungsbezogene Vorhersagen für Sturzflut- und Hochwasserereignisse. Dadurch kann unter anderem Gemeinden und Feuerwehren die Möglichkeit gegeben werden, effektive (Schutz-) Maßnahmen für die Bevölkerung und kritische Infrastruktur zu ergreifen.

Andererseits stellen wir Risikoanalysesysteme bereit, die verschiedene Akteure wie Industrieunternehmen, Versicherungen und Kommunen ansprechen. Unsere Systeme ermöglichen hochaufgelöste Echtzeit-Analysen von fluvialen und pluvialen Hochwasserrisiken. So können in Verbindung mit verschiedenen Eingangsparametern dynamisch Maßnahmen zur Risikoreduktion integriert und evaluiert werden.

Wie war die Entwicklung von FloodWaive seit der Gründung und wenn du einmal zurückblickst: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?

FloodWaive und auch wir als Team haben uns seit der Gründung stetig weiterentwickelt. Die Gründung aber auch die Eintragung ins Handelsregister haben wichtige erste Meilensteine für uns dargestellt.

Als neues Unternehmen hatten wir bisher glücklicherweise noch keine größeren Probleme. Aber wir sind uns natürlich bewusst, dass Herausforderungen unvermeidlich sind und früher oder später auf uns zu kommen. Wenn es so weit ist, freuen wir uns darauf, aus ihnen zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen!

Wie ist Euer Startup finanziert?

Wir erhalten das EXIST-Gründungsstipendium, wodurch wir den ersten richtigen Grundstein für unser Projekt legen konnten und unsere Ideen weiter konkretisieren können. Mit dieser finanziellen Unterstützung können wir unseren Lebensunterhalt sichern und uns gleichzeitig vollkommen auf die Weiterentwicklung unserer Modelle und Technologien konzentrieren. Auch das Coaching im Rahmen des Stipendiums und die ExpertInnen sind unglaublich viel wert.

Gegründet wurde FloodWaive dann mit Eigenkapital.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate?

Unsere Pläne und Ziele sehen für die nächsten 12 Monate genauso spannend aus, wie die letzten 12 Monate! Ein wichtiger Schritt wird sein, uns nach dem Ende des Förderzeitraums des Gründungsstipendiums auf eigene Beine zu stellen. Dazu planen wir auch, unser Team zu erweitern und weiter zu wachsen.

Wir möchten Projekte erfolgreich abschließen und dabei ist die direkte Einbindung unserer Kunden von großer Bedeutung! So können wir unsere Lösungen kontinuierlich verbessern und den Anforderungen gerecht werden.

Weiterhin liegt der Schwerpunkt vor allem auf der kontinuierlichen Entwicklung unserer Technologie und der Modelle, um FloodWaive und unsere Lösungen noch besser zu machen!

Vielen Dank für das Interview.

Vielen Dank euch!

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