Installion sorgt dafür, dass mehr Solaranlagen auf die Dächer kommen

Hallo Florian und Till, vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für ein Interview mit uns nehmt! Vielleicht möchtest Ihr uns Euer Startup Installion, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir sind Installion – Ein Startup, das die Energiewende vorantreiben will. Das geht nur mit Digital-Experten und Spezialisten aus der Photovoltaikbranche. Genau das haben wir mit unserem hybriden Gründer-Modell geschafft. Wir haben ein Gründerteam bestehend aus erfahrenen Gründern aus der PV-Branche und jungen Gründern, die einen digitalen background haben und mit den neuen Medien vertraut sind. Wir sind ein hybrides Geschäftsmodell. Einerseits betreiben wir eine digitale
B2B-Plattform, die Cleantech Installationen vermittelt und andererseits bauen wir Handwerks Niederlassungen für Cleantech-Montage in ganz Deutschland auf.

Mit unserem Ziel, die Energiewende voranzutreiben wollen wir deutschlandweit so viele Montage-hubs aufbauen wie möglich. Wir sind darauf spezialisiert, richtig gute Handwerker, Fachangestellte auszubilden im Bereich erneuerbare Energie und Photovoltaik. Auch das akquirieren genau dieser Fachkräfte ist für uns ein großes Thema. Wir fokussieren uns zusammenfassend gesagt auf das Handwerk und auf die Prozessoptimierung.

Welches Problem wollt Ihr mit Installion lösen ?

Die Energiewende geht zu langsam voran. Und die Energiewende ist ein absolut wichtiger und notwendiger Schritt für die Bekämpfung der Erderhitzung. Deshalb arbeiten wir an den entscheidenden Problemzonen, welche die Umstellung auf erneuerbare Energie verlangsamt. Wir wollen den ganzen Prozess beschleunigen.

Wie ist die Idee zu Installion entstanden ?

Wir haben uns gefragt, was ist das bottleneck, um die Energiewende ans laufen zu bringen. Wir haben festgestellt, es liegt nicht an zu wenigen Produkten oder Geld im Markt, sondern: die Handwerker fehlen, welche die PS auf die Straße bringen. Das Ganze wurde in Deutschland lange Zeit vernachlässigt. Deshalb sind wir jetzt dabei mit unserem Lösungsansatz, die Energiewende mit digitalen Mitteln zu beschleunigen, wobei gleichzeitig dem Handwerkermangel entgegengewirkt wird.

Wie würdest Ihr Eurer Großmutter Installion erklären ?

Installion sorgt dafür, dass mehr Solaranlagen auf die Dächer kommen. Solche Anlagen müssen von Handwerkern installiert werden, und die fehlen in Deutschland leider häufig. Wir sorgen dafür, dass Solar-Projekte schneller vermittelt werden. Das gelingt uns, indem wir Computertechnik und das Internet einsetzen. So finden Projekte schneller einen Handwerker, der es umsetzt. Auch haben wir eigene Handwerker, verteilt in ganz Deutschland, die beispielsweise Photovoltaikanlagen montieren und an das Stromnetz anschließen.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Zunächst sind wir als Vermittler für Photovoltaik-Aufträge gestartet. Dann kam unsere Plattform mit den Projektmanagement-Funktionalitäten hinzu. Der nächste Schritt bestand dann in der Eröffnung eigener Montage-Niederlassungen mit eigenen Handwerkern, um eine flächendeckende Montagekapazität für unsere Auftraggeber zu garantieren.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir sind ein hybrides Geschäftsmodell. Einerseits betreiben wir eine digitale B2B-Plattform, die Cleantech Installationen vermittelt und andererseits bauen wir Handwerks Niederlassungen für Cleantech-Montage in ganz Deutschland auf.

Wie genau hat sich Installion seit der Gründung entwickelt ?

Gegründet haben wir 2019, da waren wir zu dritt. Und heute haben wir über 80 Mitarbeiter. Davon arbeitet gut die Hälfte in unseren Montage Niederlassungen. Und die andere Hälfte sitzt in der Zentrale und kümmert sich um das Plattformgeschäft, das Projektmanagement und wichtige administrative Tätigkeiten.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

83 Mitarbeiter
Umsatz: 4 Millionen (Prognose für 2021)

Blickt bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Wo Handwerk gemacht wird, da passieren auch Fehler, da kann fast jeden Tag mal etwas schiefgehen.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Man muss auch mal die ein oder andere vorübergehende Schieflage aushalten, das gehört zum Geschäft dazu. Wir versuchen in unserer Firma auch eine Fehlerkultur zu etablieren. Man soll Fehler machen, aber im besten Fall macht man einen gewissen Fehler nur einmal und hat dann daraus gelernt.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

In einzelnen Bereichen haben wir zwar vieles richtig gemacht, aber es wäre sehr anmaßend und falsch wenn man behaupten würde, alles richtig gemacht zu haben.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Am Anfang waren wir Gründer finanziert. Dann haben wir Angels mit kleineren Tickets als Investoren mit reingeholt. Im Juli des letztenJahres sind wir dann bei einer großen Finanzierungsrunde mit 4 Millionen Euro Venture-Capital finanziert worden.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

In den nächsten 12 Monaten möchten wir eine bundesweite Abdeckung von
Montagehubs aufbauen. Wir wollen ein bundesweites, digitalisiertes, intelligentes Energieanlagen bauendes Unternehmen werden. Dafür möchten wir 20 Niederlassungen in ganz Deutschland aufbauen. Auch unsere Kundenbasis wächst schnell und die Zahl der Aufträge geht rauf.


Parallel dazu wächst auch unsere Vermittlungs-Plattform, über die schnell und zeitsparend Aufträge von Auftraggebern an Installateure vermittelt werden können. Auch unser Projektmanagement-Tool, wodurch die Nutzer der Plattform effektiver arbeiten können, soll noch verbessert werden.

Vielen Dank für das Interview.

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