IOX – baut in 30 Tagen Produkte von der Idee bis zum Prototypen

Hallo Robert, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei IOX kurz vor:

Hallo, ich bin Robert Jänisch und ich bin Gründer und CEO von IOX. Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren in der IT-Branche und konnte in der Zeit schon viele spannende digitale Transformationsprojekte für Unternehmen verantworten. Das coolste “Projekt” ist natürlich IOX. Gemeinsam mit unserem Experten-Team aus den Bereichen Industrie, Design, Elektrotechnik, Software- und Hardwareentwicklung arbeiten wir an smarten Produkten und Services – schnell, hands-on und mit Leidenschaft.

Vielleicht möchtest Du uns ganz zu Beginn unseres Interviews Euer Startup IOX kurz vorstellen ?

IOX ist ein Innovations- und Entwicklungspartner für Produkte im Bereich Internet of Things (IoT). Im IOX Lab unterstützen wir Kunden bei der Realisierung von IoT-Projekten und führen sie innerhalb von 30 Tagen von der Idee zum einsatzfähigen Prototypen. Unser Team setzt bei der Entwicklung auf Methoden wie RAPID DESIGN® und Rapid Prototyping. Außerdem werden moderne Technologien verwendet – vom 3D-Druck über intelligente Sensoren und Micro-Controller bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Über die Beratung und Umsetzung hinaus engagieren wir uns auch selbst in vielversprechenden Produkten. Dazu beteiligen wir uns an Projekten durch Revenue Shares oder durch die Lizenzierung und die Bereitstellung der Hardware, um den Aufbau einer IoT-Plattform zu unterstützen.

Welches Problem wollt Ihr mit IOX lösen?

Wir helfen Unternehmen dabei, IoT-Projekte umzusetzen. Viele von ihnen haben bereits innovative IoT-Konzepte in der Schublade, doch stehen vor der Herausforderung, diese auch umzusetzen. Viele großartige Ideen hängen dann in der Pipeline – entweder aufgrund fehlender Expertise oder fehlender Arbeitskraft oder weil sie einfach nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Unsere Vision ist, diesen Unternehmen zu helfen, wirkliche Probleme mit Hilfe von IoT-Technologien zu lösen. Wir machen IoT also so simpel wie möglich.

Wie ist die Idee zu IOX entstanden ?

Die Idee ist während der Gründungsphase vom sogenannten Mellow Board entstanden, bei der ich mit beteiligt war. Damals habe ich gelernt, wie wichtig Themen wie Lean StartUp, Rapid Design und Prototyping für die Entwicklung von neuen Produkten und Services sind. So haben wir zum Beispiel herausgefunden, dass Investoren einen ersten Prototypen brauchen, um zu verstehen, was hinter einer niedergeschriebenen Idee steckt. Generell packen Unternehmen ihre innovativen Ideen in Präsentationen, aber keiner setzt wirklich was um. Damit war dann gleichzeitig das Motto von IOX geschaffen: „Make Things Not Slides“.

Wie würdest Du Deiner Großmutter IOX erklären ?

“Wir machen kluge Ideen anfassbar.”

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Während wir anfangs lediglich Prototyping-Projekte umgesetzt haben, engagieren wir uns über die Beratung und Umsetzung hinaus mittlerweile stärker selbst an vielversprechenden Produkten. Dazu beteiligen wir uns an Projekten durch Revenue Shares oder durch die Lizenzierung und die Bereitstellung der Hardware, um den Aufbau einer IoT-Plattform zu unterstützen. Wir haben zum Beispiel eine IOX RFID Lösung für Logistik und Supply Chain Management oder den C-Ring für Smart City-Projekte.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir arbeiten projektbasiert. Das Pricing hängt dabei natürlich vom Projekt ab, wie groß es ist und welche Software und Hardware benötigt wird. Beides stellen wir bei Bedarf auch lizensiert zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir Sensoren und Hardware für IoT-Projekte als Whitelabel-Lösung zum Verkauf an – beispielsweise Narrowband-IoT Sensoren.

Wie genau hat sich IOX seit der Gründung entwickelt ?

Seit unserer Gründung 2015 wachsen wir beständig. Mittlerweile sind wir ein Team aus rund 20 Mitarbeitern. Eines unserer größten Erfolge war der Gewinn des NRW Gründerpreises 2017 . Letztes Jahr wurden wir zudem von “The Hundert” zu einem der Top 100 Start-ups Deutschlands gekürt. Solche Preise sind natürlich eine große Wertschätzung und motivieren uns. Auch sind wir seit Juni 2018 offizieller Partner von Vodafone. Mit dem Unternehmen, aber auch mit Organisationen wie GS1,  haben wir bereits erste Referenzprojekte umgesetzt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Gerade zu Beginn haben wir Fehler gemacht, die man sich natürlich nicht eingestehen wollte. Zu diesen gehört vor allem die fehlende Fokussierung auf das Kerngeschäft. So haben wir beispielsweise zu früh angefangen, ein zweites Produkt – ein Bot-Managementsystem – zu entwickeln. Das funktioniert auch einwandfrei, doch der Zeitpunkt dafür war schlichtweg schlecht gewählt.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Wir haben daraus gelernt, dass man den Fokus auf das Kerngeschäft nicht verlieren sollte. Häufig ist es so, dass diese Fokussierung erst mit den finanziellen Konsequenzen spürbar wird.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Ich glaube, die beste Entscheidung haben wir gleich zu Beginn getroffen: Dass für uns nur eine Gründung zu zweit in Frage kommt. Ich bin noch immer sehr froh, dass wir uns so entschieden haben und ich freue mich, dass ich Andreas als Co-Founder an meiner Seite habe. Das ist ebenfalls etwas, das ich anderen Gründern stets raten würde.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

IOX ist eigenfinanziert und kommt ohne Investoren aus.

Vielen Dank für das Interview.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Jakob Wagner Photography

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