Fairaway – bringt Dich direkt in Kontakt mit den lokalen Reisespezialisten vor Ort

Hallo Dirk, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup Fairaway kurz vorstellen ?

Kataloge waren vorgestern. Reiseblogs und Online-Foren sagen eigentlich, dass fast alles toll und gleichzeitig überlaufen ist. Wie soll man nun also Reiseerlebnisse finden, die einem das Gefühl geben eben nicht nur ein weiterer Tourist zu sein? Am besten spricht man direkt mit den Lokals und holt sich Empfehlungen ein. Bei Fairaway Travel lernst du dein Reiseziel abseits des Trubels kennen! Wir bieten dir individuelle Rundreisen nach Asien, Afrika und Lateinamerika mit Augenmerk auf die lokale Natur und der einheimischen Bevölkerung. Gerne stellen unsere Experten, die in den jeweiligen Ländern leben, dir deine maßgeschneiderte Rundreise ganz nach deinen Wünschen zusammen!

Welches Problem wollt Ihr mit Fairaway lösen ?

Der Tourismus ist eine enorme Wirtschaftskraft, vor allem für Länder des globalen Südens. Doch leider kommt zu oft viel zu wenig von dem Geld, das Reisende bezahlen, in der lokalen Wirtschaft an. Hinzu kommen oft schlechte Arbeitsbedingungen sowie Ausbeutung der Natur.

Wir bei Fairaway wollen die Welt mit unseren Rundreisen ein bisschen besser machen. Wir möchten für den Reisenden authentische und einzigartige Reisen schaffen, an denen auch die lokale Bevölkerung profitiert. Wir arbeiten intensiv mit lokalen Gemeinden zusammen und bieten zum Beispiel Übernachtungen in Familienpensionen an. Wir achten darauf, dass Guides fair bezahlt, die lokale Kultur respektiert und Tiere wie auch Umwelt geschützt werden. Um auch Fernreisen nachhaltiger zu gestalten, vermeiden wir bei der Reiseplanung Inlandsflüge und setzen auf die Reduzierung von CO2 Emissionen, wo auch immer möglich. Wir gleichen 100% aller anfallenden CO2-Emissionen aus, die des Landprogrammes, welches der Kunde bei Fairaway bucht. Aber auch die des Fluges, den der Kunde oft eigenständig organisiert.

Wie ist die Idee zu Fairaway entstanden ?

Die beiden Gründer, Saskia Griep und Freek ten Broeke gründeten vor fünf Jahren zuerst Better Places in den Niederlanden, bevor sie mit Fairaway auf den deutschen Markt expandierten. Nach langjähriger Erfahrung in der Tourismusindustrie waren sie es Leid, dass den Kunden die Verantwortung übertragen wurde, die Reise nachhaltig zu organisieren. Sie sehen die Reiseveranstalter in der Pflicht, nachhaltige Angebote und Optionen als eine Selbstverständlichkeit in die Reiseplanung aufzunehmen. Sie möchten bessere Orte schaffen, für die Menschen in den Reiseländern und authentische Reisen für die Reisenden.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Fairaway erklären ?

Stelle dir vor, du möchtest in ein fernes Land reisen und möchtest dabei selbst bestimmen, wo du halt machst. Dabei unterhältst du dich lieber mit den Menschen vor Ort anstatt mit anderen Touristen über das Buffet zu meckern. Bei der Planung unterstützt dich ein Experte, der selbst in dem Land wohnt und die besten Kenntnisse darüber hat – welche Orte du besuchen solltest, die wirklich sehenswert sind. Du vermeidest die Massen und wirst während deiner Reise die Menschen vor Ort wirklich kennen lernen. Du schläfst in gemütlichen kleinen familiären Pensionen und erlebst eine einzigartige Reise. Dabei hast du alle Sicherheiten, die ein deutscher Reiseveranstalter bieten kann.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir arbeiten direkt mit den lokalen Partnern in den jeweiligen Ländern zusammen – ganz ohne Zwischenhändler. Wir übernehmen das komplette Marketing, unterstützen unsere Partner mit Tipps und Tools und entwickeln Strategien für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus. Unsere lokalen Partner übernehmen die Reiseplanung mit dem jeweiligen Kunden. Den Gewinn für jede gebuchte Reise teilen wir uns.

Die Kunden buchen bei uns als deutschen Reiseveranstalter und erhalten somit alle Sicherheiten, wie im Reisebüro an der Ecke. Das Geld abzüglich der Provision, von der wir die laufenden Kosten decken, leiten wir dann weiter in das Reiseland. So funktioniert Tourismus von morgen: fair, individuell und nachhaltig.

Wie genau hat sich Fairaway seit der Gründung entwickelt ?

Es gibt eine große Nachfrage an individuellen und maßgeschneiderten Reisen in Deutschland. Fairaway hat hier den Nerv der Zeit getroffen. Immer mehr Menschen möchten nachhaltig unterwegs sein und achten auf soziale und arbeitsrechtliche Standards bei der Reise. Sie möchten die Natur und Tiere schützen und eine positive Wirkung während ihrer Reise kreieren. Aus diesem Grund wuchsen wir im letzten Jahr gegenüber des Vorjahres um knapp 80%. Insgesamt bieten wir nun 31 Reiseziele an und möchten nun auch Ziele innerhalb Europas anbieten.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Da unser Geschäftsmodell auf dem niederländischen Konzept basiert, galt es erst einmal festzustellen, wie sich niederländische und deutsche Kunden unterscheiden. Von den Bedürfnissen, Wünschen, der User Experience und dem Buchungsverhalten. Wir mussten erst lernen, die Customer Experience anzupassen, um so auch den deutschen Kundinnen und Kunden gerecht zu werden.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir möchten gerne noch weitere Reiseziele hinzufügen und auch europäische Ländern anbieten – natürlich sind diese noch viel nachhaltiger bereisbar, da hier für die Anreise der Zug genommen werden kann. Zudem möchten wir weiterhin verstärkt auf das Problem des Plastikmülls, auch auf Reisen, aufmerksam machen und haben dazu ein Plastikreporter Programm gestartet. Fairaway Reisende können nun Plastikreporter werden und aktiv dazu beitragen, auf das Problem aufmerksam zu machen und Einwegplastik zu verhindern.

Vielen Dank für das Interview.

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