Scobees – so macht Kindern das Lernen Spaß

Hallo Lena, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei Scobees kurz vor:

Annie Doerfle ist Mitgründerin von Scobees und hat 8 Jahre Erfahrung im Key Account und Produktmanagement. Bei Scobees übernimmt sie insbesondere den Vertrieb und die Netzwerkarbeit. 

Mein Name ist Lena Spak und ich bin ebenfalls Mitgründerin. Als Volljurstin habe ich erst als Anwältin im Medienrecht gearbeitet und dann einige Jahre der der WDR mediagroup die Distribution der ARD Kabelkoordination betreut. Deswegen übernehme ich bei uns die Bereiche Unternehmen und Strategie.

Wir haben ein fantastisches Entwicklerteam mit Ergi und Kristina, die ganz toll betreut werden von Janina, die eigentlich Lehrerin ist aber jetzt das Produkt Management übernommen hat.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wenn Schülerinnen und Schüler sich nur einen Tag mit einem Projekt auseinandersetzen, bleibt nicht viel hängen. Es fehlt die Zeit und auch der Anlass sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Die Gefahr: Alles verpufft. Mit Scobees bieten wir außerschulischen sowie non-formale Bildungsorten das Werkzeug, um nachhaltiges Lernen zu ermöglichen, digital und zeitgemäß.

Welches Problem wollt Ihr mit Scobees lösen ?

Lernen ist in Deutschland leider weder nachhaltig noch zeitgemäß. Die guten Ansätze von außerschulischen Bildungsorten kommen entweder gar nicht nicht in der Schule an oder die Schulen können nicht nachhaltig mit diesen gute Materialien arbeiten. Scobees schafft eine einfach und niederschwellige Verbindung und Arbeitsgrundlage zwischen Schulen und außerschulischen Lernorten.

Wie ist die Idee zu Scobees entstanden ?

Bereits in unserer Elternzeit hatten wir begonnen eine erste Projektidee im Bildungskontext, die aus unserer Tätigkeit als Produktmanager in der Filmindustrie und Distributionsmanager für die WDR media group entstand, auszuarbeiten. In diesem Prozess wurden wir immer wieder von Lehrkräften angesprochen, dass sie das gerne für die Schule hätten. Also begannen wir uns mit dem Schulmarkt auseinanderzusetzen. Schnell war klar, der Markt ist hart, aber die Notwendigkeit hier etwas zu bewegen ENORM. Und zwar muss an Schulen nicht allein die Digitalisierung vorangetrieben werden. Die Unterrichtsformen sind völlig verstaubt. Digitale Tool, allen voran Scobees,  bieten hier ganz neue Möglichkeiten. Wir haben uns mit 6 Schulen, die ganz moderne Lernkonzepte verfolgen zusammengetan und Scobees entwickelt. Diese Schulen inspirieren uns und treiben uns an. Schaut euch mal dazu dieses kurze Video an (es zeigt die Richtsbergschule Marburg und wie eine neue Lernkultur aussehen kann:

Das ist dort der Schulalltag. Und so sehen da die Klassenzimmer aus, Schüler*innen werden lernen mit individuellen Lernplänen, alles selbstverständlich. Die Schüler*innen lernen gerne, nach ihrem Lernbedürfnis und in ihrem Tempo. Das ist unser Ziel für ganz Deutschland!

Wie würdest Du Deiner Großmutter Scobees erklären ?

Wir haben ein Programm entwickelt, mit dem jedes Kind in Deutschland Spaß am Lernen haben kann.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Sehr! Wir haben uns am Anfang ausschließlich auf Schulen konzentriert. Hier ist der Pain groß und wir hatten großen Zugang. Allerdings ist die Kaufkraft von Schulen begrenzt. Deswegen haben wir unser Tool weiterentwickelt und kooperieren jetzt auch mit außerschulischen Lernorten. Das schöne an unserem Weg ist, dass wir auf wunderbare Weise die Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischen Lernorten erleichtern.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir bieten Schulen und außerschulischen Lernorten eine yearly subscription an, deren Höhe sich nach dem Umfang der Nutzung richtet. Des weiteren werden wir im neuen Jahr auch eine Einzellizenz für Lehrkräfte anbieten, die gerne mit Scobees starten wollen.

Wie genau hat sich Scobees seit der Gründung entwickelt ?

Von einer Idee wurde Scobees zu einem Prototypen. Der wurde erstmal getestet. Bis zu diesem Zeitpunkt war Scobees rückblickend wahrscheinlich eher ein Experiment. Nach dem fantastischen Feedback wurde Scobees zu einem richtigen Unternehmen, mit Strukturen, Prozessen und einem Team. Wir haben das Produkt für eine große Skalierbarkeit neu programmiert, erste zahlende Kunden akquiriert, angefangen uns einen Namen zu machen und wollen das Synonym für zeitgemäße Bildung werden indem wir uns agil weiterentwickeln, weiter wachsen und auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen. Wir sind auf einem guten Weg.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir haben aktuell 5 Mitarbeiter und kratzen am sechsstelligen Jahresumsatz .

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen und Was habt Ihr daraus gelernt ?

Annie und ich haben gerne auf Vertrauensbasis gearbeitet. Wenn uns jemand etwas zugesagt hat, haben wir daran geglaubt. Damit sind wir sogar zwei mal richtig auf die Nase gefallen. Das hat uns Geld gekostet aber vor allem viel Zeit. Das machen wir jetzt anders. Natürlich schließen wir nicht gleich mit jedem einen Vertrag oder Kooperationsvereinbarung. Aber in die Jahresplanung beziehen wir solche Anbahnungen erst ein, wenn es konkrete Ergebnisse und einen Vertrag gibt.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Wir sind beim Aufbau von Scobees wirklich schulbuchmäßig vorgegangen. Probleminterviews, Lösungsinterviews, kleinschrittige Entwicklung, Testing, Feedback, nächstes Probleminterview etc. Dadurch haben wir wirklich ein tolles Produkt gebaut, das einfach optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt ist. Und wir haben viel um Rat gefragt, sodass wir Fehler vermeiden konnten oder unser Vorgehensweise regelmäßig hinterfragen und ggf. anpassen können.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir wachsen organisch und finanzieren uns aktuell aus unseren Umsätzen.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wachsen, wachsen, wachsen. Wir werden unser Produkt fertig anpassen für unsere neue Kundengruppe und wir wollen stärker an unserer Sichtbarkeit arbeiten. Ende nächsten Jahres wollen wir allgemein bekannt sein für das Tool für zeitgemäße Bildung.

Vielen Dank für das Interview.

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