MONDAY.ROCKS findet den Sinn der Arbeit für jeden Einzelnen

Hallo Mario, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir sind davon überzeugt, dass in vielen Teams unentdecktes Potenzial steckt. Gegründet im April 2018 haben wir deshalb bei MONDAY.ROCKS ein digitales Team-Instrument entwickelt, um zentrale Stellschrauben für die Performanz von Teams erkennen und messen zu können und die individuellen Teampotenziale zu entwickeln. Mit skalierbarer und datenbasierter Teamentwicklung helfen wir Teams dabei, auf ein neues Leistungsniveau zu kommen. Dabei greift unser Team-Instrument auf Erkenntnisse und Erfahrungen aus hunderten Projekten zurück und macht so Erfolgsfaktoren und Herausforderungen von Teams sichtbar. All das steckt für uns hinter dem Begriff Team Optimierung.

Welches Problem wollt ihr mit MONDAY.ROCKS lösen ?

Wir setzen vor allem dort an, wo ein Veränderungsdruck zu spüren ist und unterstützen Unternehmen dabei, den Veränderungsprozess erfolgreich zu bewältigen, indem wir das volle Potenzial der Teams aktivieren. Dabei beziehen wir jeden einzelnen Mitarbeitenden, das gesamte Unternehmen und alle relevanten Akteure mit ein. Jede Entscheidung, die Teams erfolgreich durch die Veränderung bringen soll, wird bei uns auf Basis digitaler Analysen gestützt.

Wenn Teams neu aufgestellt oder verschiedene Teams zusammengeführt werden, beispielsweise bei Fusionen, Unternehmenskäufe oder Übernahmen, ist es entscheidend, für jeden Mitarbeitenden den optimalen Einsatzbereich im Team zu finden. Mit dem Team-Instrument haben wir die Möglichkeit tausende Mitarbeiter in nur 12 Minuten zu betrachten und Klarheit darüber zu schaffen, wo die Motivatoren jedes Mitarbeiters und jeder Mitarbeiterin liegen. So verändern wir die Art, wie Teams zusammenarbeiten. Auf Basis von individuellen Werten und Motivatoren identifizieren wir, wo im Team ein/e Mitarbeiter/in am besten aufgehoben ist und wie sich das Team insgesamt so aufstellt, dass alle relevanten Bereiche abgedeckt sind.

Das Team-Instrument unterscheidet sich von klassischen Teamentwicklungsansätzen dadurch, dass es Teamdynamiken versteht und Herausforderungen sichtbar macht, bevor diese entstehen, sodass frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden und die Erfolgswahrscheinlichkeiten von Teams klar bestimmt werden können. Das hilft Unternehmen dabei, Fehler in der Teamentwicklung zu vermeiden und spart nicht zuletzt auch enorme Kosten ein. Teamentwicklungsbudgets können zielgerichtet dort eingesetzt werden, wo messbare Entwicklungsspielräume erkennbar werden.

Wie ist die Idee zu MONDAY.ROCKS entstanden ?

Das Gründerteam hat die Erfahrung geeint, dass Menschen in Unternehmen schnell eingrauen und der Montag häufig mit einem schlechten Gefühl verbunden wird. Uns hat sich hier die Frage gestellt, warum das so ist. Ein zentraler Schlüssel ist hierbei das Team. Und genau dort wollten wir ansetzen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Wie würdest Du Deiner Großmutter MONDAY.ROCKS erklären ?

Mit Hilfe von Analysen sorgen wir dafür, dass jeder seinen optimalen Platz im Team findet, dass Teams produktiver zusammenarbeiten und ihre Herausforderungen und Stärken erkennen und nutzen können. Dabei sammelt unser Team-Instrument Erfahrung aus vorherigen Projekten und kann so Vorhersagen darüber treffen, wie sich ein Team am besten aufstellt und wo noch Entwicklungsspielraum ist.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Auf jeden Fall! Die Grundidee ist natürlich die gleiche geblieben, allerdings haben wir unseren Fokus etwas verändert. Anfangs haben wir uns stärker auf die Wertestrukturen der einzelnen Teammitglieder konzentriert, heute denken wir da deutlich größer und umfassender. Wir konzentrieren uns noch stärker auf datenbasierte Ansätze und denken dabei organisationsweit. Beispielsweise haben wir ein unternehmensweit einsetzbares Dashboard entwickelt, das die Möglichkeit bietet, die Entwicklung aller Teams im Unternehmen im Blick zu behalten. Alle Erkenntnisse zur Team Optimierung werden hier gesammelt dargestellt und die Fortschritte der Teams werden sichtbar gemacht.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Für uns liegt der Schlüssel für moderne und digitale Teamentwicklung in der Kombination aus digitalen Analysen und Team-ExpertInnen, die die Implementierung der Erkenntnisse begleiten. Wir sind zwar vor Ort oder remote direkt beratend mit den Teams in Kontakt und stellen das Team-Instrument und seinen Einsatz im Unternehmen vor, bieten Unternehmen aber auch die Möglichkeit, langfristig selbstständig mit dem Team-Instrument zu arbeiten. Das bedeutet, dass nicht dauerhaft BeraterInnen vor Ort eingesetzt werden müssen, sondern die Team Optimierung selbstständig weiter betrieben werden kann. Außerdem ist der Einsatz des Team-Instruments viel besser skalierbar – die gesamte Organisation kann problemlos und wirtschaftlich Top-to-Bottom mit einbezogen werden.

Dadurch sparen sich die Unternehmen hohe Ausgaben für externe Berater und es wird lediglich die Gebühr für die Software Lizenz fällig.

Wie genau hat sich MONDAY.ROCKS seit der Gründung entwickelt ?

Während wir zu Beginn mit vier GründerInnen gestartet sind und alle Bereiche selbst übernommen haben, arbeiten wir mittlerweile mit einem Team aus tollen Leuten zusammen, die eine hohe Expertise für ihre Aufgabenbereiche mitbringen. Auch das Netzwerk an Kunden und Kooperationen ist seit Beginn natürlich stetig gewachsen. Eine weitere zentrale Entwicklung ist die kontinuierliche Digitalisierung und Automatisierung – sichtbar etwa in teilautomatisierten Moderations-Flows unserer Anwendung, die zu Beginn noch analog abgebildet wurden.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Mittlerweile sind wir rund fünfzehn im Team, zusammengesetzt aus Software-Entwicklern, Psychologen, Soziologen, Ökonomen und Beratern. Zusätzlich arbeiten wir deutschlandweit mit zahlreichen externen Dienstleistern und BeraterInnen zusammen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Klar, gab es auch Situationen, wie ein Kunde, der aus internen Gründen noch kurzfristig abgesprungen ist, mit dem man eigentlich schon fest gerechnet hatte. Aber bisher waren das alles Dinge, die man als Team immer flexibel wieder auffangen konnte. Also so richtig schief gegangen – da fällt uns zum Glück gerade nichts ein.

Was habt ihr daraus gelernt ?

Mit einem gut aufgestellten und diversen Team, in dem jeder seine Passion gefunden hat und seine Werte gut einbringen kann, kann man jede Herausforderung rocken.

Und wo habt ihr bisher alles richtig gemacht ?

Wir haben von Anfang an die vielen Möglichkeiten gesehen, die digitale Analysen und Benchmark-Daten für die Teamentwicklung bieten. Der Grundgedanke, dass es Werte und Ziele sind, die uns als Menschen antreiben und diese zu erfassen und sinnvoll im Teamkontext einzusetzen, ist für uns von Anfang an entscheidend gewesen. Dieses Motiv weiter zu spinnen und mit Hilfe der gesammelten Erkenntnisse Strukturen und Dynamiken zu erkennen, hat uns erst ermöglicht, Erfolgs- und Fehlerfaktoren von Teams zu identifizieren und auch Vorhersagen machen zu können.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir haben das Glück, dass wir durch unser hybrides Geschäftsmodell schnell einen gewissen Cashflow aufbauen konnten. So haben wir die ersten Monate durch Bootstrapping gemeistert. Zeitgleich konnten wir uns für zwei Förderprogramme des Landes NRW qualifizieren. Anfang 2019 folgte dann eine sechsstellige Seed-Finanzierung.  

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Zum einen wird unser Team weiterwachsen. Zum anderen wollen wir noch mehr analytische Tiefe schaffen, die UX stetig optimieren und den Skalierungsgrad weiter ausbauen.

Vielen Dank für das Interview.

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