ForkOn – Flottenmanagement-Software für Gabelstapler

Hallo Tim, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei ForkOn kurz vor: 

Ich bin einer der vier Gründer von ForkOn und als Geschäftsführer tätig. Mein Mitgründer Nils Herzing ist für den Bereich Finance als CFO zuständig. Die anderen beiden Gründer Tim Stollberg und Dennis Röhner betreuen als CTO‘s die Softwareentwicklung. Neben unserem Kernteam sind über 15 weitere Mitarbeiter im letzten Jahr hinzugekommen. Gemeinsam arbeiten wir an unserer Vision ein international erfolgreicher B2B-Logistikdienstleister zu werden.

Vielleicht möchtest Du uns ForkOn in ein paar Sätzen kurz vorstellen ?

Wir (ForkOn) sind ein Logistik-Startup mit Kernkompetenz im Bereich Intralogistik. Unsere herstellerunabhängige Software führt alle für die Flotte relevanten Daten zusammen, analysiert sie und gibt auf Basis der Auswertung konkrete Handlungsempfehlungen um die Staplerflotte zu optimieren.

Welches Problem wollt Ihr mit ForkOn lösen ?

Wir haben drei Herausforderungen identifiziert:

/ Hoher zeitlicher Aufwand. 

Das bedeutet ganz konkret, dass die in einem Unternehmen für die Gabelstaplerflotte zuständigen Personen keine Zeit haben alle Geräte zu prüfen, ebenso wie die Serviceberichte und Rechnungen. Dies führt zu nicht aufgedeckten Fehlbelastungen. 

/ Viele Daten, keine Hilfe.

Viele Daten liegen über die Nutzung und Kosten der Gabelstaplerflotte vor jedoch werden diese nicht sinnvoll ausgewertet. Zudem besteht keine Möglichkeit Daten verschiedener Datenquellen an einem Ort sicher zusammenzuführen.

/ Intransparenz.

Da es bei einer Staplerflotte größer 20 Gabelstapler schwierig ist den Überblick zu behalten, fällt es Unternehmen schwer festzustellen was die optimale Anzahl an Staplern ist. Diese mangelnde Transparenz führt ferner dazu, dass falsche Berechnungen von Serviceleistungen und oder Gewaltschäden stattfindet. Auch die Betriebsstunden werden nicht an die tatsächliche Nutzung angepasst.

Wie ist die Idee zu ForkOn entstanden ?

Meinen Start ins Berufsleben habe ich in der Logistikbranche bei Jungheinrich, einem der weltweit größten Hersteller für Gabelstapler und Logistiksysteme begonnen. In den zehn Jahren, in denen ich dort tätig war, wurde ich immer wieder von Kunden mit dem  Problem der herrschenden Intransparenz bei den bestehenden Flottenmanagementsystemen der Hersteller konfrontiert. Als Leiter Service Sales in NRW habe ich über 600 Läger besucht und von den Kunden den Wunsch nach einem herstellerunabhängigen Flottenmanagement-System aufgenommen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter ForkOn erklären ?

Liebe Oma, dein Enkel hat mit ein paar seiner Freunde eine Firma gegründet, die Unternehmen dabei hilft ihre Gabelstaplerflotten besser zu betreuen und somit Geld zu sparen. Das erreichen wir mithilfe einer von uns geschriebenen Software, dass die Daten der Flotten viel schneller analysieren und auswerten kann als ein Mensch.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Grundsätzlich hat sich unser Konzept seit dem Start nicht verändert. Für uns wird allerdings immer klarer, wie wichtig der enge Austausch mit unseren Kunden ist. Uns ist enorm wichtig, dass wir die Anforderungen des Marktes verstehen um so die bestmögliche Lösung liefern zu können. 

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir bieten eine Cloud-basierte Software-as-a-Service (SaaS) Lösung an. Das heißt, unsere Kunden zahlen nach einer einmaligen onboarding Gebühr eine monatliche Gebühr pro Gabelstapler für die Nutzung der Software in Abhängigkeit von der Anzahl ihrer Gabelstapler.

Wie genau hat sich ForkOn seit der Gründung entwickelt ?

Vor zwei Jahren noch haben wir gebootstrappt. Keiner der Gründer hat Vollzeit für ForkOn gearbeitet, sondern hat neben seinem Vollzeitjob abends und am Wochenende an der Idee weitergearbeitet. Mittlerweile gibt es mit Köln und Heidelberg zwei Standorte unserer Firma. Gerade erst haben wir unsere pre-Series A Finanzierungsrunde abgeschlossen. Auch können wir schon auf Kunden verweisen, die unsere Software nutzen und den Mehrwert erkennen.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Tatsächlich sind wir sehr stark gewachsen. Anfang des Jahres waren wir noch zu fünft, inzwischen sind wir 22 Teammitglieder. Die Anzahl der zufriedenen Kunden wächst ebenfalls stetig. Zudem konnten wir uns in der Branche einen Namen machen, indem wir in diesem Jahr den zweiten Platz beim Digital Hub Award Logistic gewonnen haben.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

So richtig schief gegangen ist in den vergangenen Jahren zum Glück nichts. Dennoch merken wir, dass auch wir täglich viel dazu lernen und sehen daher jeden vermeintlichen “Fehler” als Chance es beim nächsten Mal besser zu machen. 

Was habt Ihr daraus gelernt ? 

Kommunikation und klare Prozesse schaffen Freiheit.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Ich würde sagen bei der Zusammenstellung des Teams. Bisher haben wir es immer geschafft, genau die richtigen Mitarbeiter zu finden. Jeder, der bei uns anfängt ist hochmotiviert und möchte mit uns gemeinsam auf unser Ziel hinarbeiten. Darauf bin ich als Gründer besonders stolz.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir haben für unsere Idee früh Befürworter gewonnen. Diese haben uns in einer Seed-Finanzierungsrunde im September 2018 mit finanziellen Mitteln unterstützt. Zudem konnten sie uns durch ihre Expertise wertvolle Hilfestellungen geben.
Eine zweite Finanzierungsrunde haben wir erst kürzlich (Oktober 2019) geschlossen. 

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

In den nächsten 12 Monaten wollen wir unser Team vor allem um Software Mitarbeiter erweitern und unsere Mitarbeiterzahl insgesamt verdoppeln. Unsere Software, ForkX, wollen wir natürlich ebenfalls weiterentwickeln und neue Features implementieren, wie beispielsweise Indoor-Ortung oder Energiemanagement. Zudem ist es für uns von hoher Bedeutung die Software weiter zu automatisieren. Auch das Thema Kooperationsbereitschaft treiben wir stetig voran, um uns als Plattform am Markt zunehmend zu etablieren.

Vielen Dank für das Interview.

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