kosmeda digitalisiert die Kosmetik- und Gesundheitsbranche

Hallo ihr Beiden, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für ein Interview mit uns nehmt! Bitte stellt uns zu Beginn euer Team kurz vor:

Zunächst vielen Dank für eure Interview-Einladung, wir haben uns sehr darüber gefreut.

Wir heißen Lukas Zervudakis und Malte Hoch und sind bereits seit der Grundschulzeit befreundet – das sind mittlerweile über 20 Jahre, in denen wir stets Kontakt hatten. Die Begeisterung für PC und IT hat uns dabei schon immer verbunden.

kosmeda haben wir als Zweierteam im Jahre 2022 gegründet und arbeiten seitdem mit viel Freude an diesem Software-Projekt.

Malte ist dabei insbesondere für die technische Entwicklung der App zuständig.

Von Lukas stammt die Idee zur App, denn seine Mutter hat sich vor kurzem selbständig gemacht und konnte keine passende Lösung finden. Er kümmert sich um alle weiteren Aufgaben rund um unser junges Unternehmen.

Natürlich gibt es nicht immer klare Abgrenzungen und wir arbeiten Hand in Hand bei allen möglichen Themen.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen?

kosmeda ist eine praktische App für Selbständige im Bereich Kosmetik und Gesundheit. Im Kern bieten wir eine Kundenkartei, einen Kalender mit Online-Terminbuchung und einen Finanzbereich als SaaS an. Das Besondere bei uns ist die Integration aller Bereiche, der Fokus auf die kleinen und mobilen Dienstleister sowie die Preis-Leistung.

Welches Problem wollt Ihr mit kosmeda lösen?

Viele Dienstleister im Bereich Kosmetik und Gesundheit arbeiten noch vollständig analog. Terminvereinbarungen laufen über das Telefon und im Hintergrund sammeln sich Papierstapel. Bisherige Lösungen decken nur Teilbereiche ab und lassen sich kaum bis gar nicht integrieren, oder sind für die kleinen Anbieter schlicht zu teuer. Für mobile Dienstleister gibt es meist gar keine Lösungen.

Wie ist die Idee zu kosmeda entstanden?

Lukas Mutter hat sich nebenberuflich in der mobilen Fußpflege selbständig gemacht und wurde mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Terminvereinbarungen, Quittungen und Rechnungen, jede Menge Kunden und entsprechende Dokumentation, Ausgaben sammeln und das am besten noch von unterwegs. Als Sohn ist man ja meist für die IT zuständig und so wurde nach einer passenden Softwarelösung gesucht. Eine PC-Software kam nicht in Frage, es sollte am iPhone und iPad als App funktionieren. Doch außer Insellösungen für Einzelbereiche ließ sich kein passendes Produkt finden.

Wie würdest Du Deiner Großmutter kosmeda erklären?

Wir helfen Deiner Fußpflegerin dabei, ihre Arbeit am Handy und Computer zu machen, sodass sie mehr Zeit für Dich hat!

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert?

Wir arbeiten viel mit direktem Feedback unserer Kunden und haben eine inzwischen aktive Facebook- und WhatsApp-Gruppe aufgebaut. So haben wir uns zu Beginn auf eine Kundenkartei, einen normalen Kalender und Kleinunternehmer im Bereich der Fußpflege fokussiert.

Jedoch hat sich schon bald gezeigt, dass auch Friseure und weitere Anbieter aus der Gesundheits- und Kosmetikbranche interessiert an unserer Lösung sind. Mittlerweile bieten wir auch Funktionen speziell für kleine, umsatzsteuerpflichtige Studios an. Dazu gehört beispielsweise die Verwaltung von Mitarbeitern. Das war ursprünglich nicht vorgesehen und hat sich durch die Nachfrage so ergeben.

Letztendlich haben wir unsere Zielgruppe damit deutlich erweitert und stark nachgefragte Funktionen, wie die Online-Terminbuchung oder Anamnesekarten, eingebaut, welche wiederum weitere Kunden zu uns geführt haben.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell?

Unsere App gibt es für 9,90 € im Monat als Abo. Da im Kosmetikbereich häufig mit Provisionen oder anderen versteckten Kosten gearbeitet wird, haben wir uns für einen transparenten und monatlich kündbaren Tarif entschieden.

Wie genau hat sich kosmeda seit der Gründung entwickelt?

Wir haben mittlerweile eine dreistellige Kundenzahl von unserer App überzeugen können und verzeichnen ein stetiges Wachstum, bei einer sehr niedrigen Kündigungsrate.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen?

Wir sind weiterhin ein Zweierteam und zielen darauf ab, unser Startup schlank zu halten und Prozesse zu automatisieren. Der Entwicklungsaufwand der App ist relativ unabhängig von der Kundengröße, da wir das technische Grundgerüst gut auf Skalierung vorbereitet haben, sodass lediglich der Kundensupport aktiv steigt. Mit aktuell zwei bis drei Stunden pro Woche lässt sich dieser jedoch sehr gut handhaben, sodass unser Fokus auf der Neukundenakquise und dem Umsatzwachstum liegt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?

Als wir gerade mit kosmeda live gegangen waren, ist uns ein faux-pas bei einer Servermigration unterlaufen. Aufgrund eines kleinen Fehlers in den DNS-Einstellungen unserer Domain war die gesamte Anwendung einige Stunden nicht erreichbar. Große Patzer sind uns bislang aber zum Glück erspart geblieben *auf Holz klopf*.

Was habt Ihr daraus gelernt?

Noch häufiger das Vier-Augen-Prinzip anwenden und Testen, Testen, Testen bevor wir etwas ausrollen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?

Unser Kundenservice wird von allen Seiten sehr gelobt. Durch den engen Kontakt mit unseren Nutzern können wir Wünsche gezielt in die App einbauen. Obwohl wir nur zu zweit sind und kosmeda nicht in Vollzeit betreiben, werden wir sogar als ziemlich schnell wahrgenommen, das uns sehr freut.

Wir genießen beide den direkten Austausch mit unseren Kunden im Allgemeinen sehr. Es ist immer besonders schön, wenn wir neue Funktionen vorstellen und dafür positive Rückmeldungen erhalten. Kritik nehmen wir natürlich auch an, wenn wir die Anforderungen einmal nicht gut erhoben und umgesetzt haben. Große Schwierigkeiten hatten wir tatsächlich noch nie, da ist unser Kundenstamm durchweg sympathisch.

Darüber hinaus helfen wir auch gerne bei Problemen, die nicht direkt mit unserer App zu tun haben, aber die digitale Arbeit unserer Kunden tangieren. Unsere Kunden kennen sich zwar gut mit Apps aus und ihrer Arbeit aus, aber benötigen bei Funktionen wie Kalendersynchronisierungen, Einrichtungen von Google Business-Profilen oder anderen Themen gelegentlich Unterstützung.

Wie ist Euer Startup finanziert?

Zu Beginn hat jeder von uns eine kleine Summe in kosmeda investiert. Seitdem Übergang von der Testphase in das Bezahlmodell finanziert sich kosmeda vollständig von selbst und erwirtschaftet Gewinn.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate?

Wir möchten unsere Kundenanzahl mindestens verdoppeln und kosmeda stetig mit weiteren Funktionen erweitern.

Vielen Dank für das Interview.

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